Chronobiologie |
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Leben in unserem Universum ist abhängig von Zyklen, Perioden und damit einem lebensbestimmenden Rhythmus. Der gewaltigste uns bekannteste Zyklus wird vom Mond verursacht - Ebbe und Flut. Ob Makro- oder Mikrokosmos, alles ist der Ordnung unterworfen, die wir «die Zeit» nennen. |
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Aus dem Griechischen übersetzt bedeutet «chronos» die Zeit und «bios-logos» die Lehre vom Leben. Chronobiologie ist also die Lehre der Lebenszeit. Unddiese Lehre ist zum größten Teil noch unerforscht, denn die Wissenschaft beginnt gerade erst, die vielfältigen biologischen Zeitstrukturen zu verstehen. Alles, ob Konzentration, Potenz, Wach- und Schlafphasen, Hormonspiegel oder Körpertemperatur, Fortpflanzung oder Wachstum, ja sogar Geschicklichkeit und Kreativität unterliegt der Zeit, oder genauer gesagt, einem exakten Rhythmus. |
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Der ultradiane Rhythmus
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wiederholt sich in weniger als 24 Stunden. Er gilt für die Ausschüttung einiger Hormone, aber auch für die Zahl der Herzschläge und der Atemzüge. |
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Der circadiane Rhythmus
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umfasst mit ca. 24 Stunden einen Tag und eine Nacht. Jede Zelle des Körpers folgt diesem wichtigsten Rhythmus. Er bestimmt das ganze Leben und ist mittlerweile am besten erforscht. |
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Der circaseptane Rhythmus
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hat eine Dauer von etwa 7 Tagen, was in etwa der Zeit entspricht, die circadiane Rhythmen benötigen, um sich neu einzustellen. Somit tritt z. B. Jetlag innerhalb der ersten 7 Tage nach einer Zeitverschiebung auf. Nach Transplantationen führt er zu Krisenzeiten, in denen die Gefahr der Abstoßung besonders groß ist. Auch im Verlauf chronischer Erkrankungen wie Asthma zeigt sich diese Rhythmik |
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Der circatriqintane Rhythmus
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umfasst etwa 30 Tage. Bekanntestes Beispiel ist der weibliche Zyklus, aber auch die menschliche Haut erneuert sich genau in diesem Zeitraum von Grund auf. |
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Der circannulare Rhythmus
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erstreckt sich über ein Jahr. Er hat Einfluss auf die Anzahl der Samenzellen des Mannes, die Fruchtbarkeit der Frau und die Anfälligkeit für Krankheiten. Sogar auf die |
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